Vortrag: Syrien und der Nahe Osten

Syrien und der Nahe Osten

Vortrag und Diskussion mit Thomas von der Osten Sacken

Seit mittlerweile sieben Jahren herrscht Krieg in Syrien. Die Baathisten des Assad – Regimes, die während dieses Krieges als die mit Abstand größten Massenmörder aufgetreten sind, werden diesen anscheinend gewinnen. Möglich wurde dies durch die massive Hilfe durch das Putin-Regime, die Hisbollah und die Islamische Republik Iran. Letztere hadert zwar mit massiven Aufständen im Inneren, verfolgt aber weiter eine expansionistische Strategie, um ihre Rolle als Regionalmacht auszubauen. Dabei macht sie keinen Hehl aus ihrem Ziel, der Vernichtung Israels. Gleichzeitig liefert sich der Iran im Jemen einen Stellvertreterkrieg mit der anderen Regionalmacht Saudi-Arabien. Erdogans Türkei, die im Inneren praktisch nichts mehr mit einer Demokratie zu tun hat, hat unterdessen mit russischem Segen die kurdische Selbstverwaltung in Syrien angegriffen. Und auch für die Unabhängigkeitsbestrebungen in Irakisch-Kurdistan sieht es schlecht aus. Völlig unklar ist indes, welche Rolle die Vereinigten Staaten in Zukunft im Nahen Osten gedenken zu nehmen. Da die relevanten Akteure in der Region also alle auf die eine oder andere Weise in Syrien aktiv sind, bietet sich eine von da aus gehende Analyse an.

Thomas von der Osten-Sacken ist Geschäftsführer bei WADI e.V., einer NGO, die seit 1992 Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit in Irakisch-Kurdistan leistet. Dazu zählen unter anderem die Unterstützung unabhängiger Radiosender, die Kampagne „Stop – FGM“ gegen die Genitalverstümmelung von Frauen, sowie diverse Kampagnen gegen Gewalt in der Familie und Erziehung. Thomas von der Osten-Sacken ist außerdem seit vielen Jahren als Publizist zum Thema Nahost tätig und schreibt unter anderem für die Jungle World, Die Welt und taz. Thomas von der Osten-Sacken lebt in Frankfurt und Sulaimaniyya.

23. August | 19 Uhr | Fachhochschule Dortmund, Sonnenstraße 96, Raum F212 (F-Gebäude, 2. Etage)

Die Veranstaltung wird organisiert von der Initiative für Gesellschaftskritik und findet mit freundlicher Unterstützung des AStA FH Dortmund statt.

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Vortrag: Postmoderne Seinslehre – Über die Unmöglichkeit poststrukturalistischer Gesellschaftskritik

Postmoderne Seinslehre – Über die Unmöglichkeit poststrukturalistischer Gesellschaftskritik

Vortrag und Diskussion mit Alex Gruber

Unter scheinbarem Bezug auf Theodor W. Adornos Fetischkritik schreibt Judith Butler in ihrer „Kritik der ethischen Gewalt“: „Mit dem Inhumanen lässt sich auch die Art und Weise bezeichnen, wie gesellschaftliche Kräfte in uns sich einnisten und es uns unmöglich machen, uns selbst in Begriffen des freien Willens zu definieren. Schließlich bezeichnet das Inhumane die Art und Weise, in der die soziale Welt so auf uns übergreift, dass wir um uns selber gar nicht mehr wissen können.“ Was auf den ersten Blick wie ein Anschluss an Adornos Kritik an der antagonistischen, übermächtigen und den einzelnen als verselbständigt gegenüber auftretenden gesellschaftlichen Objektivität klingt, ist von Butler jedoch gar nicht kritisch gemeint, sondern als affirmative Aussage über die „vor-ontologische Struktur“ der Individuen, aus der sie die Folgerung einer „Dekonstruktion des Menschlichen“ ableitet.

Der Poststrukturalismus postuliert eine durch die différance bzw. den Anderen konstituierte „Nichtfreiheit am Ursprung unserer selbst“ (Butler), welche die Kategorie des Subjekts als Halluzination ausweise, die ihrem wohlverdienten Tod zuzuführen sei. So grotesk es für ein Denken ist, das von sich selbst behauptet, die Überwindung metaphysischen Philosophierens zu sein, von „vor-ontologischen“ Beziehungen zu sprechen, die den ontologischen oder narrativen Beziehungen vorausgehen und die Subjekte ihrer grundlegenden „Vor-Ursprünglichkeit“ (Derrida) überführen, so aberwitzig ist es, wenn dieses Denken, das mit Foucault gegen den „marxistischen Humanismus“ und dessen Vorstellung eines von seinem „eigentlichen Wesen“ entfremdeten Menschen angeht, den Tod einer „falschen“ Subjektivität fordert, weil diese der Dezentriertheit am „Ursprung unserer selbst“ nicht gerecht wird. Die metaphysische Spitzfindigkeit und die theologischen Mucken, von denen die Kategorien der poststrukturalistischen Theoriebildung geprägt sind, bilden den Inhalt dieses Vortrags.

09. August 2018 | 19 Uhr | Fachhochschule Dortmund, Sonnenstraße 96, Raum wird noch bekannt gegeben.

Die Veranstaltung wird organisiert von der Initiative für Gesellschaftskritik und findet mit freundlicher Unterstützung des AStA FH Dortmund statt.

Tagesseminar: Geist und Geschichte in Hegels Philosophie

Geist und Geschichte in Hegels Philosophie

Tagesseminar mit Markus Gante

Es ist kein Geheimnis, dass Hegels Philosophie denjenigen, der die Beschäftigung mit ihm aufnimmt, vor das ein oder andere Verständnisproblem stellt und es einer gewissen Neugier als auch Frustrationstoleranz bedarf, bis sich die Probleme – ohne wohl jemals ganz zu verschwinden – wenigstens etwas weniger drastisch darstellen.

Eine Möglichkeit dazu soll dieser Workshop darstellen. Gemeinsam sollen kürzere Textpassagen zu den Begriffen von Geist und Geschichte erarbeitet werden. Zugrunde gelegt werden dafür Ausschnitte aus den Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie und den Vorlesungen zur Ästhetik, die im Vorhinein bereitgestellt werden können. Besonders gute Vorkenntnisse sind nicht nötig, solange ein gewisses Interesse daran gegeben ist, Hegel in der gemeinsamen Lektüre selbst zu Wort kommen zu lassen. Abträglich sind sie natürlich auch nicht, solange ein gewisses Interesse gegeben ist, andere zu Wort kommen zu lassen.

Verlaufsplan:

4 Blöcke, jeweils 15 Minuten Pause mit ausführlicherer Mittagspause je nach Lust, keine Festlegung was in welchem Block gelesen wird, sondern je nach Diskussionsbedarf (und Diskussionsqualität)

1. Einführung
2. Vorlesungen zur Philosophie der Geschichte (TWA 12, 29-74)
3. Vorlesungen über Ästhetik I (TWA 13, 127-145)

Ein Reader mit den für das Seminar vorzubereitenden Texten wird demnächst zur Verfügung gestellt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, die Teilnahme ist kostenfrei.

27.07.2018 | 11.00 – 19.00 Uhr | Fachhochschule Dortmund | Gebäude und Raum wird noch bekannt gegeben

Das Seminar wird organisiert von der Initiative für Gesellschaftskritik und findet mit freundlicher Unterstützung des AStA FH Dortmund statt.

Tagesseminar: Einführung in Adornos negative Moralphilosophie

Philosophie im Angesicht der Verzweiflung – Einführung in Adornos negative Moralphilosophie

Tagesseminar mit Paul Mentz

“[…] despite the fact that Adorno did not produce a work of moral philosophy, his oeuvre as a whole is driven by an ethical vision, and hence that in order to do justice to his philosophy it is necessary to disentangle and elaborate the always presupposed ethical contours of his thought.“ (J.M. Bernstein)

Der Stellenwert der Moralphilosophie für Adorno lässt sich nicht ohne weiteres beantworten, da dieser selbst keine explizite Ethik ausformuliert hat. Dass Adorno sich den Fragen der Moralphilosophie in zwei Vorlesungen ausführlich gewidmet hat, lässt aber auf die Bedeutung moralphilosophischer Fragestellungen schließen. Ausgangspunkt der moralphilosophischen Reflexionen Adornos ist die grundlegende These der Dialektik der Aufklärung, dass die Emanzipation vom blinden Naturkreislauf und damit die Subjektwerdung des Menschen auf einem Prozess der fortschreitenden Rationalisierung beruht, welcher die Herrschaft über die innere und äußere Natur des Menschen blind reproduziert und so dazu beiträgt, Leid hervorzubringen.

Es stellt sich daher die Frage, wie eine Moralphilosophie auszusehen hat, die angesichts der herrschenden Unfreiheit auf die Herstellung der Autonomie des Subjekts insistiert und zugleich das Einverständnis mit dem Leiden aufkündigt. Eine Moralphilosophie, die den eigenen Anspruch, moralisch zu sein, nicht preisgeben will, muß auf die Verstrickung von herrschender Praxis und herrschender Unfreiheit reflektieren, und dabei festhalten: daß „nur wenn, was ist, sich ändern läßt, ist das, was ist, nicht alles.“ Angesichts der fortschreitenden Geschichte der Herrschaft und des Leidens läßt sich kein positiver Standpunkt der Moralphilosophie ausmachen, denn selbst „was der Mensch an sich sein soll“, läßt sich nicht sagen, da er immer nur das ist, „was er war: er wird an den Felsen seiner Vergangenheit geschmiedet.“ Wie ein freier Mensch wäre, läßt sich nicht antizipieren, so daß keine moralischen Prinzipien aus der inneren Verfaßtheit des Menschen abgeleitet werden können. Das Seminar möchte jene Gedanken Adornos nachvollziehen und entwickeln, die seiner negativen Philosophie der Moral zugrunde liegen, nämlich, dass negative Moralphilosophie keine ethische Konzeption unter vielen ist, sondern Kritik sowohl der Moralphilosophie als auch der Herrschaft und des Leidens, die, gerade weil sie auf die Unfreiheit reflektiert, zugleich auf die Realisierung von Freiheit insistiert und damit einen moralischen Standpunkt einnimmt, ohne diesen positiv zu bestimmen.

21.07.2018 | 11.00 – 19.00 Uhr | Fachhochschule Dortmund, Sonnenstraße 96 | Raum A311

Ein Reader mit den für das Seminar vorzubereitenden Texten kann unter ifg_dortmund@protonmail.com bezogen werden!

Das Seminar wird organisiert von der Initiative für Gesellschaftskritik und findet mit freundlicher Unterstützung des AStA FH Dortmund statt.

Vortrag: Die Sehnsucht nach dem kollektiven Wir – der neue deutsche Fußballpatriotismus aus sozialpsychologischer Perspektive.

Die Sehnsucht nach dem kollektiven Wir – der neue deutsche Fußballpatriotismus aus sozialpsychologischer Perspektive.

Vortrag und Diskussion mit Dr. Dagmar Schediwy

Auch mehr als ein Jahrzehnt nach der „Sommermärchen“-WM wird über den schwarz-rot-goldenen Rausch, der das Land alle zwei Jahre während der Fußball-Events befällt, heftig gestritten. Diejenigen, die seine Harmlosigkeit behaupten, beschreiben ihn häufig als ein Ereignis der Eventkultur, das frei von nationalen Identifikationen ist. Vielmehr sei das Zurschaustellen von Nationalgefühl als postmoderne Haltung zu begreifen, die sich in einem ironischen Umgang mit nationalen Symbolen ausdrücke. Statt um Nationalismus gehe es um Party, wobei deren Anlass und Inhalt so beliebig wie austauschbar sei. Dieser Interpretation werden im Vortrag Interviews mit über 200 Fanmeilenbesucher*innen gegenübergestellt, die während dreier Fußballgroßevents erhoben wurden. Es wird gefragt, was die Attraktivität des sogenannten „Partypatriotismus“ ausmacht und welche Auswirkungen dieser auf Politik und Gesellschaft hat.

Dr. Dagmar Schediwy hat sich mit dem Phänomen „Neuer deutscher Fußballpatriotismus“ theoretisch und empirisch intensiv beschäftigt und unter anderem zwei Bücher darüber verfasst. Sie lebt als Autorin und Psychologin in Berlin.

28. Juni 2018 | 19.00 Uhr | Fachhochschule Dortmund, Sonnenstraße 96 | Raum wird noch bekannt gegeben

Die Veranstaltung wird organisiert von der Initiative für Gesellschaftskritik und findet mit freundlicher Unterstützung des AStA FH Dortmund statt.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Vortrag: Europa zwischen Weltmacht und Zerfall

Am 14. April wollen Neonazis aus ganz Europa in Dortmund unter dem Motto ‚Europa Erwache‘ demonstrieren. Die Initiative für Gesellschaftskritik veranstaltet aus diesem Anlass in Kooperation mit der Antifaschistischen Union Dortmund Vorträge, um sich mit dem Themenkomplex Europa auseinanderzusetzen und zu diskutieren, wieso rechte Bewegungen sich derzeit Europa als ideologische Projektionsfläche ausgesucht haben und welche Rolle der völkische Rollback in vielen europäischen Ländern dabei spielt.

Der zweite Vortrag findet am 11. April mit Rainer Trampert statt.

Rainer Trampert spricht über die Merkmale einer neuen Epoche, die geprägt ist von dem Niedergang der 500-jährigen Weltherrschaft des „Westens“, der Auflösung westlicher Bündnissysteme und einem beginnenden Handelskrieg, der die Welt zurückwirft in die offene Konkurrenzschlacht der Nationen, und andere geostrategische Veränderungen. Über Aufstieg und Fall von Mächten: Während Europa und Amerika stagnieren, platzt China aus den Nähten wie die USA und Deutschland vor 1914 – nur viel schneller. Über Europa zwischen Weltmacht und Zerfall und die Ursachen der deutschen Hegemonie in Europa: Dass Angela Merkel angelastet wird, sie strebe europäische Lösungen an, statt die Nation abzuriegeln, markiert das Ende einer 70-jährigen europäischen Epoche. Warum sammelt sich Kapital im Zentrum und entleert sich die Peripherie? Deutschland herrscht in Europa, aber Europa handelt im Unterschied zu den Weltkonkurrenten USA und China nicht als Nation, sondern als ein Konglomerat von konkurrierenden und zerstrittenen Nationen und Regionen. Über den Zerfall der europäischen Sitten: Die „Flüchtlingskrise“ ist in Wahrheit eine Krise des europäischen Humanismus. Warum werden zunehmend rassistische Parteien gewählt, die das eigene Land in ein undurchlässiges Völkergefängnis für Eingeborene verwandeln und die EU in die Zeit der nationalen Kämpfe zurückwerfen wollen? Über den historischen Konflikt zwischen der kapitalistischen Moderne und der Regression des Bewusstseins: Während der Kapitalismus die Fesseln der Nationalstaaten sprengt, grenzübergreifende Produktions- und Lieferketten installiert und Personal aus aller Welt nutzt, fällt das gesellschaftliche Bewusstsein in die Kleinstaaterei mit eigener Münzprägung, in nationale, ethnische, tribale, religiöse, rassistische und faschistische Bindungen und Wahnvorstellungen zurück. Von der Regression sind auch Intellektuelle befallen. Während Asylunterkünfte brennen bieten TV-Anstalten grauenvolle Gestalten als besorgte Bürger an und erfinden ein Überforderungssyndrom. Über Ursachen, falsche linke Theorien und Irritationen, die keinen mehr irritieren. Wieso eigentlich ist ein globaler Kapitalismus böser als ein nationalbornierter?

Rainer Trampert war Betriebsrat in dem Mineralölkonzern Texaco und Mitglied im KB in Hamburg, von 1982 bis 1987 einer der drei Vorsitzenden der Grünen Partei, aus der er 1989 austrat. Trampert wohnt heute in Hamburg, schreibt Bücher und publiziert regelmäßig in der Wochenzeitschrift Jungle World, der Monatszeitschrift Konkret und in anderen linken Veröffentlichungen. Zuletzt erschien von ihm das Buch „Europa zwischen Weltmacht und Zerfall“.

11. April 2018 | 18.30 Uhr | Fachhochschule Dortmund, Sonnenstraße 96 | Raum F212

Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung des AStA der FH Dortmund statt.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Vortrag: Politische Krise und regressive Kollektivität in Europa

Am 14. April wollen Neonazis aus ganz Europa in Dortmund unter dem Motto ‚Europa Erwache‘ demonstrieren. Die Initiative für Gesellschaftskritik veranstaltet aus diesem Anlass in Kooperation mit der Antifaschistischen Union Dortmund Vorträge, um sich mit dem Themenkomplex Europa auseinanderzusetzen und zu diskutieren, wieso rechte Bewegungen sich derzeit Europa als ideologische Projektionsfläche ausgesucht haben und welche Rolle der völkische Rollback in vielen europäischen Ländern dabei spielt.

Der erste Vortrag findet am 16. März statt mit Daniel Keil statt.

Politische Krise und regressive Kollektivität in Europa

Viele Analysen neurechter und völkischer Bewegungen sind fokussiert auf die jeweilige nationale Entwicklung, was sich zunächst auch erklärt aus dem Gegenstand des Nationalismus. Bei einem zweiten Blick allerdings muss die europäische Dimension in doppelter Weise in eine Analyse eingebunden werden. Erstens im größeren gesellschaftlichen Zusammenhang der Artikulation der globalen Wirtschaftskrise in und durch die Europäische Union und ihre Spezifika, ohne die auch der Zusammenhang der Krise mit dem Erstarken rechter Bewegungen im Dunkeln bleibt. Hierunter zählt auch, dass im Zuge der Krise es zu einer Reorganisation des Konservatismus kommt. Zweitens in einem darin artikulierten rechten Projekt Europa, das tatsächlich eine pan-europäische Dimension hat, die sich wiederum einerseits historisch tradiert – auch im historischen Faschismus und Nationalsozialismus finden sich spezifische pan-europäische Momente – andererseits gerade in der Feindbestimmung die Materialität der EU-Ebene reflektiert. Der Vortrag versucht, diese Dimensionen aus einer Krisenanalyse heraus herauszuarbeiten, um eine erweiterte Perspektive auf gefährliche gesellschaftliche Tendenzen und auf emanzipatorische Handlungsoptionen zu ermöglichen.

Dr. Daniel Keil ist Gesellschaftswissenschaftler, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main und ist Mitglied im Arbeitskreis Kritische Europaforschung.

16. März 2018 | 19 Uhr | Fachhochschule Dortmund, Sonnenstraße 96 | Raum F212

Die Veranstaltung findet mitt freundlicher Unterstützung des AStA der FH Dortmund statt.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.